Finca Vegana

Aus dem Blog

Ein Erfahrungsbericht aus Gästesicht

Ein Blick durchs Schlüsselloch – Aufenthalt auf der Finca Vegana

Heute ist Anreise zur Finca Vegana, ich bin voller Vorfreude und gespannt auf die nächste Woche. Die Erwartungen sind Dank Social Media auf jeden Fall schon hochgelegt.

Wir folgen Google Maps und hoffen, dass uns die Feldwege an unser Ziel führen. James und Amy begrüßen uns gut gelaunt und herzlich, lassen uns durch das Tor und führen uns kurz über das weitläufige Gelände. Durch das Tor zur Finca zu gehen ähnelt dem überschreiten einer Grenze in eine andere Welt. Die restliche Welt scheint plötzlich vollkommen zu verschwinden, mich umgibt das Idyll auf erden. Beschützt von Bäumen und Pflanzen auf allen Seiten erhaschen wir links einen Blick auf den großen Pool während wir dem Steinweg weiter folgen.

Vor dem Casa Vegana am Gemeinschaftsplatz, ausgestattet mit Tischen und Stühlen, erwartet uns Nina und begrüßt uns ebenso herzlich. Die erste Hängematte habe ich direkt gesichtet und mir einen mentalen Termin im Kalender eingetragen. Magnettafeln am Casa Vegana informieren uns über die nächsten Yogatermine und das Abendessen für die nächsten Tage. Hier dürfen wir uns auch täglich je nach Bedarf zum Essen eintragen.

Geradeaus geht’s zum Casa Familia und weiter zum etwas versteckten Bajo el Bosque. Links liegt unser kleines Häuschen für die nächsten Tage – die Cabaña Robinson – direkt dahinter das Yogadeck und der Weg zum Fluss. Lenny führt uns alles vor und zeigt uns stolz die von ihm platzierte Schokolade – eine kleine Willkommensaufmerksamkeit für uns. Schnuckelig mit eigener Terrasse bietet die Cabaña den optimalen Rückzugsort für den heißen Mittag, ist simpel und mit allem ausgestattet was man braucht.

Meine erste Erkundungstour gilt dem Finca Loop, genau 500 Meter um einmal von den Gebäuden zum Fluss und im großen Kreis zurück zum Pool zu laufen. Die verschiedenen Zugänge zum Fluss schaue ich mir bei der Gelegenheit auch direkt an. Besonders die Hängematte über dem Fluss hat es mir angetan. Bei den 36° diese Woche verbringe ich hier viel Zeit mit lesen, Schläfchen halten oder einfach nach oben in das grün schauen und dem hypnotisierenden Geplätscher des Wassers zuhören. Die Füße kann ich mir dabei im angenehm kühlen Fluss abkühlen.

Das ist ein Ort an dem die Seele zur Ruhe kommt. Besser kann man ihn sich nicht malen.

Abends sitzen wir gemütlich mit anderen Gästen zusammen oder in Zweisamkeit auf unserer Terrasse und genießen das leckere Essen, frisch in der Casa Familia Küche für uns zubereitet. Sind wir doch normal – typisch deutsch – eher früher mit dem Abendessen dran, verstehen wir vollkommen warum hier die Uhren anders laufen. Ist es doch bis 20 Uhr viel zu heiß und die Sonne noch zu hoch um an ein warmes Abendessen zu denken. Die Abende sind wunderbar mild, das Licht bleibt lange erhalten und die Außenplätze laden dazu ein noch gemütlich sitzen zu bleiben, ein Glas Wein zu genießen, vielleicht ein Kartenspiel zu spielen oder ein Buch zu lesen.

Mein Rhythmus passt sich bald an, vor 7 Uhr muss ich überhaupt nicht aufstehen, geht doch dann erst langsam die Sonne auf. Vorher ist es ungemütlich dunkel und kalt, im warmen Bett unter der Decke viel behaglicher. Die Yogamatte auszurollen macht hier viel mehr Spaß als zuhause. Ich bin mir nicht sicher ob es an der Umgebung und der Atmosphäre liegt, dass ich mir aussuchen kann ob ich den Blick auf den Pool habe oder direkt in der Natur vom Yogadeck aus. Oder doch daran, dass die Priorität für Self-Care hier höher scheint als im beschäftigten Alltag zuhause. Das Leben hier findet definitiv im Einklang mit der Natur statt.

Zum ebenfalls frisch zubereiteten Frühstück bekommen wir Haferflocken mit Obst, leckeres Sauerteigbrot mit Aufstrichen, wunderschön angerichtete Pancakes oder „Rührei“ aus Tofu. Je nach Herzenslust und Wochentag. Entscheiden dürfen wir uns am Vorabend. Oft habe ich dabei die Gesellschaft von einer der Katzen, die sich auf meinem Schoß zusammenrollen.

Wir erfahren bald, dass es generell unter der Woche ruhiger ist als am Wochenende und wir das Glück haben fast die einzigen Gäste zu sein und das Idyll alleine genießen zu dürfen. Am Fluss kann ich den ganzen Tag völlig alleine verbringen, am Pool zwischen Liegen, Hollywoodschaukel und Wasser wechseln während immer mal wieder James auftaucht und heerumläuft während er eine seiner zahlreichen Aufgaben erfüllt – ich schwöre der Mann läuft den ganzen Tag auf dem Gelände herum oder kocht und ist dabei auch noch immer gut gelaunt. Auch die Hunde Josie und Nala statten uns ab und an einen Besuch ab oder machen eigenständig einen kurzen Ausflug zum Fluss um sich abzukühlen. Nicht nur ein Paradies für Zweibeiner, sondern auch absolut für Vierbeiner!

Vom Pool aus hat man außerdem einen schönen Blick auf das Bergdorf Zahara de la Sierra, mit dem Auto gerade 10 Minuten entfernt. Allerdings muss ich gestehen, dass uns die Stille der Finca so eingelullt hat, dass wir diesen Weg nicht einmal auf uns genommen haben und ich das Dörfchen nur aus der Ferne betrachten durfte. Geschafft haben wir einen Ausflug ins ca. 90 Minuten entfernte Cádiz, eine sehr schöne Stadt. Doch auch hier freuen wir uns am Nachmittag wieder auf die Stille und Idylle der Finca Vegana.

Fazit: Wer einfach mal raus möchte und wirklich Zeit mit sich selber verbringen ist hier genau richtig. Als Warnung (vor allem unter der Woche ohne andere Gäste) kann ich nur anbringen, dass durch die Stille im Außen plötzlich die Unruhe im Inneren sehr laut werden kann. Vor Dingen davon laufen kann man hier nicht. Es ist der perfekte Ort um die Seele baumeln zu lassen, den Körper sanft zu bewegen & stretchen und den ein oder anderen Gedanken zuzulassen, der im Trubel des Alltags vielleicht untergeht und nicht gehört wird. Wir fahren auf jeden Fall erfrischt, dankbar und mit neuen Freunden in unserem Leben wieder nach Hause.

Verfasst von Saskia Strobel

 

 

 

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